Podiumsdiskussion: Tausch und Unentgeltlichkeit

Zeit: Dienstag, 2. Oktober um 18.30 Uhr
Ort: IWK (9. Bergg. 17)

Stefanie Grohmann (Wertkritische Emanzipatorische Gegenbewegung, Kostnix-Laden), Martin Haiderer (Wiener Tafel, angefragt), Walther Schütz (Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung), Gerhard Senft (WU Wien).

Im Rahmen der Seminarreihe "Studien zur ArbeiterInnenbewegung". Schwerpunkt: Umrisse einer nicht-kapitalistischen Ökonomie Konzept und Organisation: Paul Habr und Peter Ulrich Lehner (Redaktion der Zeitschrift "mitbestimmung")

Kapitalanhäufung und Gewinnerzielung in privaten Formen auf Grundlage gesellschaftlicher Arbeit und durch marktwirtschaftliche Vermittlung kennzeichnen den Grundsachverhalt des Kapitalismus. Er beruht auf einem Herrschafts- und Machtverhältnis. Das daraus folgende "Wertgesetz" wird über den Markt und unter Zuhilfenahme herrschaftlich organisierter gesellschaftlicher Einrichtungen (Familie, Schule, Betrieb, staat-liche Verwaltung, politische Einrichtungen, Massenmedien) durchgesetzt. Individualistische Durchbre-chungen dieses "Wertgesetzes" durch Bettelei, Diebstahl, Raub und Einbruch finden zuweilen ihren Nieder-schlag in der massenmedialen Berichterstattung, kaum aber politisch angestrebte gesellschaftlich organi-sierte Versuche zu seiner Außerkraftsetzung oder Überwindung. Wie begegnen gesellschaftlich orientierte Initiativen dem kapitalistischen "Wertgesetz" durch gebrauchs-wertgeleitete, bedarfsdeckungsorientierte und selbstkostenbasierte Formen des Wirtschaftens? Darüber diskutieren TheoretikerInnen und PraktikerInnen der ArbeiterInnenbewegung mit PraktikerInnen und Theo-retikerInnen der ArbeiterInnenbewegung.